Häufig gestellte Fragen

Was sind die wichtigsten Fakten?

  • Alpakas und Lamas sind Diabetiker: Brot, Obst, Gemüse, Zucker und Getreide sind sehr schädlich bis tödlich
  • Man darf auf gar keinen Fall Stuten mit Hengste zusammen halten, das gilt auch für Wallache die bereits gedeckt haben. Man würde damit die Fruchtbarkeit und das Leben der Stute immens gefährden.
  • Neuweltkameliden haben runde anstatt ovale Blutkörperchen. Dadurch wird die Behandlung bei Krankheiten meist komplizierter. Man sollte sich unbedingt vor dem Kauf nach einem Tierarzt informieren der sich mit diesen Tieren auskennt
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    Spucken Alpakas und Lamas?

    Ja, es spucken beide. Allerdings tun sie dieses normalerweise nur innerhalb der Herde, da durch das Spucken die Rangordnung in der Herde festgelegt wird. Menschen werden nur direkt angespuckt, wenn das Alpaka bzw. Lama eine Fehlprägung hat.
     
     

    Was ist eine Fehlprägung?

    Ein Neuweltkameliden-Fohlen (Cria) sollte in den ersten 6-8 Lebensmonaten so wenig Kontakt zum Menschen wie möglich haben. Wenn man mit dem Fohlen zu viel rumtüddelt und kuschelt riskiert man eine Fehlprägung. Dieses kann vor allem mit der Geschlechtsreife der Hengste sehr gefährlich werden, da ein fehlgeprägtes Tier den Menschen dann als Konkurrenz sieht und diesen aus seinem Revier vertreiben möchte. Stuten die fehlgeprägt sind kämpfen zwar nicht mit dem Menschen aber sie spucken dann auch Menschen gezielt an. Vorsicht bei zu zutraulichen Tieren!
     
     

    Was kostet ein Alpaka/Lama? 

    Alpakas gelten als die weltbeste Investition im Nutztierbereich. Der Preis für ein Alpaka richtet sich je nach Zuchtwertstatus (ZEP: A,B oder C Tier), Fasereigenschaften, Alter, Show-Erfolgen und nach Geschlecht. Der Preis beginnt bei Hobbyhengsten oder Wallachen ab ca. 1.000 €. Für Zuchttiere geht der Preis bei etwa 3.000 € los. Bei günstigeren Tieren ist immer Vorsicht geboten. Meistens sind die Tiere krank oder stammen aus einem Tuberkulose-Risikogebiet! Lamas werden in der Regel meist etwas günstiger gehandelt als Alpakas.
     
     

    Wo sollte ich Alpakas oder Lamas kaufen?

    Wir empfehlen die Tiere immer bei einem seriösen Züchter zu erwerben. Nur dann ist Ihnen garantiert, dass Sie ein passendes und vor allem gesundes Tier erhalten (bestenfalls mit Zuchteignungsprüfung). Der Züchter wird Ihnen auch nach dem Kauf mit Rat und Tat zur Seite stehen. Wenn Sie mit ihrem Tier nicht klar kommen ist auch meist eine Rückgabe oder ein Umtausch möglich. Bei Hobby-Haltern gilt leider oft der Vorsatz: Aus dem Auge, aus dem Sinn.
     
     

    Kann ich Alpakas und Lamas mit anderen Tieren halten?

    Nein, Alpakas und Lamas kann man nicht mit anderen Tieren zusammenhalten. Beide legen Kotplätze an und fressen äußerst ungerne an Stellen, in deren Nähe sich Kot anderer Tiere befindet. Außerdem bergen einige Magen-Darm-Parasiten aus der Huhn, Schaf- und Ziegenhaltung für die Alpakas ernsthafte Risiken, denen man sie nicht einfach unbedacht aussetzen sollte. Einer Vergesellschaftung mit größeren Tierarten wie Pferden oder Rinder sind Alpakas körperlich unterlegen und ein erhöhtes Verletzungsrisiko besteht. Alpakas und Lamas kann man aber problemlos miteinander vergesellschaften.
     
     

    Was bedeutet Mikron?

    Die Faserstärke der Alpakas wird in Mikron gemessen. Mikron ist eine Bezeichnung winziger Mengen. 1 Mikron ist 1/1000 Millimeter. Umso weniger Mikron ein Vlies aufweist, desto weicher ist es.
     
     

    Sollte ich ein Einsteigerseminar besuchen?

    Auf jeden Fall und das VOR dem Kauf! Neuweltkameldien sind vollkommen anders als unsere Nutztierrassen. Die meisten Züchter verkaufen Tiere nur an Personen, die mindestens an einem Einsteigerseminar teilgenommen haben. Sie haben bei uns die Möglichkeit an einem Einsteigerseminar teilzunehmen (sh. Angebote – Seminare).